In dieser Folge von „LandAussichten“ geht es ins Wendland, eine Region im Norden Deutschlands, die viele vor allem durch die Kulturelle Landpartie (KLP) kennen. Die KLP ist viel mehr als ein Festival. Sie steht für ein besonderes Lebensgefühl – geprägt von Gemeinschaft, Selbstorganisation und einer Region, die sich über Jahrzehnte immer wieder neu erfunden hat. Gemeinsam mit Antonia Traulsen (Filmemacherin und Kulturschaffende) und Rainer Süßmilch (Schauspieler und Musiker) sprechen wir darüber, wie aus einer politischen Aufbruchszeit ein dichtes Netz aus Kultur, Initiativen und Projekten entstanden ist, in dem Kunst, Alltag und Dorfleben eng zusammengehören. Dabei geht es auch um das Land als Möglichkeitsraum – um Freiräume, offene Orte und die Frage, wie gemeinschaftliches Gestalten gelingen kann.
Im Mittelpunkt stehen die zwölf Tage der Kulturellen Landpartie: Höfe öffnen sich, Scheunen werden zu Bühnen und ganze Dörfer verwandeln sich in Orte für Kunst, Musik, Theater und Begegnung. Die Veranstaltungen sind dezentral organisiert, von lokalen Akteuren getragen und bewusst nicht-kommerziell. Gleichzeitig geht es auch um die Herausforderungen und die Frage, wie sich das Format in Zukunft weiterentwickeln kann.
Außerdem schauen wir auf das Leben außerhalb der Festivalzeit: Wie lebt es sich in einer Region, die stark von Engagement und gemeinschaftlicher Verantwortung geprägt ist? Und was bleibt, wenn die Bühnen wieder abgebaut sind und der Alltag zurückkehrt? Was bedeutet es, aus der Stadt ins Wendland zu ziehen – und wie verändert sich das Leben dort, wo Mitgestaltung und Eigeninitiative so wichtig sind?
Unsere Gäste erzählen von Projekten, Nachbarschaften, Jugendinitiativen und kreativen Netzwerken, die weit über die Festivalwochen hinauswirken. Aus einzelnen Ideen entstehen dauerhafte Orte und Strukturen, die das ganze Jahr über das Leben im Wendland prägen und immer wieder neue Formen des Zusammenlebens ermöglichen.
Für vertiefende Infos zum Projekt und den Inhalten des Gesprächs empfehlen wir: